Boxtraining mit Fachleuten!

Unter diesem Motto hatte der 1. Ju-Jutsu-Club Ratingen 1973 e.V. Anfang November 2019 interessierte Ju-Jutsu-Sportler zu einem Landeslehrgang eingeladen. Als Referenten für diese Ausbildung hatte Ausrichter Gerd Keitel, Ehrenpräsident des NWJJV, zwei gelernte Amateurboxer verpflichtet. Sowohl Karl-Heinz Piwolinski als auch Andreas Wingender, sind beide noch aktiv in ihren Boxvereinen tätig. Erstgenannter ist ständiger Ring- und Punktrichter im Nordrhein-Westfälischen Boxverband e.V. – mit mehreren hundert Einsätzen! Bei dieser Qualität der Referenten wurde schnell klar, dass sich die harte Schlagarbeit beim Boxen weit von der weichen Atemiarbeit im Ju-Jutsu bzw. Fighting unterscheidet! Folglich wird im Ju-Jutsu der „Knock-out“ weder angestrebt noch praktiziert!

Gezieltes Deckungsverhalten, saubere Einzelschläge und Schlagkombinationen verbunden mit dem notwendigen Körpereinsatz, sinnvolle Meidbewegungen, Distanzverhalten und dazu die richtige und gute Beinarbeit, waren ein Teil des Lehrgangs. In einem weiteren Teil wurde die Arbeit an den Pratzen demonstriert und geübt, was nicht immer einfach umzusetzen war. Zuletzt standen einige Runden Sparring auf dem Progamm. Bei diesem Übungsprogramm waren die Teilnehmer/innen natürlich unterschiedlich gefordert. Teils konditionell, aber auch im technischen boxerischen Bereich, wobei auch der eine oder andere härtere Schlag zu verarbeiten war! Ernsthafte Verletzungen gab es nicht, gleichwohl war hin und wieder eine bescheidene Nehmerqualität aber schon gefragt!

Die Mitarbeit der 27 Boxinteressierten aus 14 Vereinen und die Unterrichtung durch die Trainer, waren bis zum Lehrgangsende prima!

Gerd Keitel